„Cycling for future“ beim Eschborner Stadtradeln 2019

Zur Preisverleihung der Stadtradeln-Aktion 2019 waren am vergangenen Samstag, dem 28. September 2019, über 60 Radlerinnen und Radler ins Eschborner Rathaus gekommen, um gemeinsam den Abschluss der Aktion zu feiern und sich über Urkunden und Preise zu freuen.

„Die erradelten Kilometer liegen mit insgesamt rund 130.000 Kilometer ein Drittel über der Zahl des Vorjahre, dies ist eine hervorragende Gemeinschaftsleistung aller Radlerinnen und Radler, die mitgemacht haben", freut sich Bürgermeister Mathias Geiger über das tolle Ergebnis des diesjährigen Stadtradelns.

Während der dreiwöchigen Aktion, die vom 18. August bis 7. September 2019 lief, traten 814 Teilnehmer in 29 Teams für den Klimaschutz in die Pedale. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um etwa 200 Teilnehmer und rund 34.000 Kilometern. Aber eigentlich noch viel wichtiger sei eine andere Zahl, betont Edmund Flößer-Zilz, Klimaschutzmanager der Stadt Eschborn. Denn dank des Klima-Wettbewerbs, der so manchen dazu verleitet hat, das Auto stehen zu lassen, wurden zugunsten des Klimaschutzes rund 18.000 Kilogramm Kohlendioxid eingespart. Jede Teilnahme, jeder Kilometer und jedes Kilogramm Kohlendioxid sind ein wichtiger Beitrag und ein Zeichen für den Wunsch vieler Bürger nach einer starken Förderung des Radverkehrs und für den Klimaschutz. „Das ist wahres Cycling for future“, zeigt sich Flößer-Zilz begeistert.

Die Resultate können sich in der Tat sehen lassen: An die Spitze radelte das „Schülerteam der Heinrich-von-Kleist-Schule“ mit 20.562 Kilometer und 385 RadlerInnen mit ihrem Umweltlehrer Volker Kalbhenn als Team-Kapitän. Zählt man die 6975 Kilometer des Elternteams und die 4837 Kilometer des Lehrerteams hinzu, so erreicht die Heinrich-von-Kleist-Schule sogar beeindruckende 32.374 Radel-Kilometer und vermied rechnerisch 4597 Kilogramm Kohlendioxid - und liegt damit uneinholbar weit vorn.

Auf den Plätzen Zwei und Drei folgen die „Deutsche Bank“ mit 18.313 Kilometer und 49 Teilnehmern und die „Eschborner Spitzenradler“ mit 11.898 Kilometer und 50 Teilnehmern, die ihrem Namen wieder alle Ehre machten. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die in verschiedenen Teams radelnden 17 Frauen und Männer des Eschborner Stadtparlamentes; zeigen sie doch, dass ihnen Klimaschutz und Radverkehr viel bedeuten. Ein besonders engagierter Radler berichtet beispielsweise, jeden Tag aus Maintal nach Eschborn zu pendeln – runde 25 Kilometer einfache Strecke.

Bundesweit nahmen an der Stadtradeln-Aktion bisher 1.127 Kommunen und 406.352 Radelnde teil, davon waren 8.002 aktive Parlamentarier. Alle gemeinsam legten über 77,5 Millionen Radkilometer zurück und ersparten rechnerisch der Atmosphäre 11.006 Tonnen Kohlendioxid. Alle Ergebnisse sind unter www.stadtradeln.de/eschborn zu finden.

Bei der fünften Auflage des „Stadtradelns“ in Eschborn konnten neue Rekorde verzeichnet werden: 618 Radelnde, darunter elf Mitglieder des Kommunalparlaments – zum Vergleich: 2017 waren es nur 435 – legten in 30 Teams insgesamt 96.395 Kilometer (2017: 71.592 km) zur Förderung von Klimaschutz und Radverkehr zurück. Dies entspricht der 2,41-fachen Länge des Äquators, und gegenüber dem ersten Stadtradeln in 2014 hat sich das Ergebnis sogar um 55.000 km erhöht! „Die Botschaft ist: Das Fahrrad gewinnt immer mehr Unterstützer und verdient eine größere Beachtung in unseren Verkehrskonzepten“, freut sich der Klimaschutzmanager der Stadt Eschborn, Edmund Flößer-Zilz.

Während der – zum zweiten Mal veranstalteten – „E-Mobil-Schau“ am vergangenen Sonntag wurden die erfolgreichen Teams ausgezeichnet, Bürgermeister Mathias Geiger überreichte die Urkunden, Gutscheine und Preise. An die Spitze der Kategorie „Meiste Kilometer und größte Kohlendioxideinsparung“ radelte das 38-köpfige Team „DeuBa“ der „Deutschen Bank“ mit 13.340 Kilometern und somit 1.894 kg eingespartem CO2. Auf dem zweiten Platz behaupteten sich mit 10.084 Kilometern die Eschborner Spitzenradler, die mit 52 Mitstreitern eine weitere Auszeichnung für den ersten Platz in der Kategorie „Größtes Team“ erhielten. „Wir hatten sogar den wohl jüngsten Teilnehmer, er ist gerade mal viereinhalb Jahre alt und wohl auch rund 20 Kilometer gefahren“, erzählt Team-Captain Sabine Lück stolz. Die 43 Radler des Teams der GIZ sammelten insgesamt 9.071 Kilometer, was zum dritten Platz reichte. Die Radler des Rathaus-Teams eroberten den ersten Platz in der Kategorie „Beste Kilometerleistung je Radler“ mit dem Wert von 430,3 Kilometern – vor dem Team „Die Linke“ (367,1) sowie den „Voodoo Bikers“ von Vodafone (353,3).

Die Heinrich von Kleist-Schule hat mit 325 Teilnehmern wieder mehr als die Hälfte der Teilnehmer beim Eschborner Stadtradeln-Schulradeln gestellt und durfte sich über einen Sonderpreis als Premium-Klima-Pate freuen. Insgesamt wurden 21.088 km der insgesamt ca. 96.000 km erradelt. Die gesamten Ergebnisse sind unter www.stadtradeln.de/eschborn einsehbar.